
Das Team der Abarth School of Racing besteht aus „Organisatoren, Kreativen, Querdenkern, Umsetzern“, alles Insider der Rennsportszene und aktive Rennfahrer wie Nico Bastian, Philipp Eng, Benny Leuchter und Elia Erhart – „Motorsportinfizierte“, sagen sie grinsend, „ und Freunde. Aber sobald man das Visier zuklappt, auf der Strecke, gibt es keine Freunde mehr. Da kämpft jeder gegen jeden.“
Du willst dabei sein. Mehr zur Bewerbung für die ABARTH SCHOOL OF RACING findest du hier.
Ihr lebt für den Rennsport!?
Abarth School of Racing: „Wenn es deine Bestimmung ist, Rennfahrer zu werden, musst du das einfach tun. Aber jeder Rennfahrer ist auch verrückt. Das muss man sein, um ans absolute Limit zu gehen. Es ist ein physisch und psychisch extremer Job. Auf der Strecke gibt es kein Zögern, keine Kompromisse. Gleichzeitig ist da der Nervenkitzel und die Lust sich und sein Fahrzeug am Limit zu bewegen. Man kommt irgendwann nicht mehr davon los.“
Es geht also um eine Verbindung aus Leidenschaft, Kontrolle und Mut?
Abarth School of Racing: „Ja, wenn du ein Auto wirklich kontrollierst, dann wirst du eins mit ihm, du platzierst es millimetergenau dort, wo du es haben willst. Und wenn man derart mit dem Auto verschmolzen ist, dann fängt man mit der Zeit an, seine Grenzen auszudehnen. Du fühlst plötzlich, dass noch mehr geht. Und das ist die Alternative zu Mut: Vertrauen. In die eigenen Fähigkeiten, in das Fahrzeug, deinen Gegner oder worin auch immer. Aber das braucht Zeit. Und Training.“ Mehr
Was gehört eurer Meinung nach dazu, um Rennsport zu fahren?
Abarth School of Racing: „ Im Rennsport erreicht man Grenzen. Aber nicht nur die Grenzen des Fahrzeugs, sondern zunächst die Grenzen des Fahrers. Fitness ist wichtig. Wenn die körperlichen Grenzen erreicht sind, kannst du dich nicht mehr voll konzentrieren. Mit der Konzentration und der Fähigkeit, mit Stress umgehen zu können, geht es weiter. Als Rennintelligenz wird die Fähigkeit bezeichnet, ein Rennen planen zu können und das Handeln des Gegners vorherzusehen und zu beeinflussen. Im Hobbymotorsport reicht oft Talent. Aber je stärker die Gegner werden, desto mehr Selbstbewusstsein braucht man. Man darf nicht nur hoffen, zu gewinnen, man muss davon überzeugt sein. Und man muss auch seine Gegner davon überzeugen, dass sie unterliegen werden. So wie ein Gegner die Körpersprache eines Menschen lesen kann, kann man auch an den Bewegungen des Fahrzeugs sehen, ob der Gegner zögert oder ob er wild entschlossen ist, zu überholen. Natürlich muss auch das Auto in der Lage sein, siegen zu können ....“
Was wollt ihr anderen vermitteln?
Abarth School of Racing: „Dieses Grinsen im Gesicht ... Oder: Schärfe deine Sinne und fühle, was dich und dein Fahrzeug verbindet. Irgendwann fängt das Auto an mit dir zu sprechen. Und dann hast du wieder dieses Grinsen im Gesicht ....“
Was ist das Besondere auf der Piste?
Abarth School of Racing: „Auf der Piste bist du mit Gleichgesinnten unterwegs, alle fahren in die gleiche Richtung. Du musst lang nicht so viele Sicherheitsreserven für alle möglichen Eventualitäten kalkulieren wie auf der Straße und kannst dich wirklich ans Limit rantasten.“
Und um das Ausweiten der eigenen Limits geht es? Ihr zieht euch also eure eigenen Gegner heran?
Abarth School of Racing: „Wer Motorsport als Hobby betreibt, will meistens einfach eine gute Zeit mit Gleichgesinnten verbringen, man kennt sich und mag sich, trotzdem schenkt man sich auf der Strecke natürlich nichts. Da wird verbissen um die Positionen gekämpft. Nach dem Rennen kochen die Emotionen noch ein wenig hoch, aber wenn man sich das nächste Mal sieht, dann lacht man oft über die Scharmützel, die man zusammen hatte. Andererseits - wenn man auf hohem Niveau fährt, dann hat man mehr Opfer als Gegner. Kreise um die Opfer zu fahren, macht aber nicht wirklich dauerhaft Freude. Da schätzt man es, wenn man Gegner hat, mit denen man zu Hochform auflaufen kann. Bei denen man alle Register ziehen muss, um sie in Schach zu halten. Und dabei fängt man an, für den anderen Respekt zu empfinden. Zweikämpfe auf hohem Niveau sind das Salz in der Suppe. Manchmal hat man Herzfrequenzen von bis zu 200 Schlägen pro Minute und man merkt das Adrenalin im Körper. Ein unbeschreibliches Gefühl.“
Wie arbeitet ihr konkret in den Kursen?
Abarth School of Racing: „Das Trainerteam bei einem Basic-Training besteht immer aus einem aktiven Rennfahrer und einem hauptberuflichen Fahrtrainer. Einige unserer Trainer sind auch beides. Aktive Rennfahrer fahren am Wochenende aber meistens Autorennen und sind nicht immer verfügbar. Deshalb sind bei uns immer wieder verschiedene Trainer am Start, während die anderen gerade Pokale einfahren.“
Was ist euer praktisches Ziel?
Abarth School of Racing: „Jedem, der mitfährt, zu zeigen, was in seinem Abarth steckt. Unser Schwerpunkt liegt in der Schulung der Fahrzeugbeherrschung und Fahrfertigkeiten, vor allem Kurventechnik, Brems- und Beschleunigungstechnik. Vermeidung und Bewältigung von Notmanövern im Alltag sind kein Bestandteil. Hier unterscheidet sich unser Training grundlegend von einem Sicherheitstraining, stellt sozusagen den krassen Gegensatz dar. Abarth fahren darf und soll bei uns Spaß machen. Und wir sind uns bewusst, dass mit diesem Wissen verantwortungsvoll umgegangen werden muss.“
In erster Linie geht es um den Spaß, das Fahrzeug im Grenzbereich zu bewegen und vor allem zu beherrschen. Das Basic Training stellt die Grundlage, den Beginn für den Eintritt in den professionellen Motorsport dar. Ohne diese Basics ist alles andere ohne Bedeutung. Schnell fahren auf Geraden kann jeder. Kurven schnell fahren, Technik für Blick, Lenkradhaltung und Körperhaltung muss man lernen. Das bekommt man von den Fahrschulen nicht in die Wiege gelegt, oder kennt jemand das Wort „Ideallinie“ aus der Fahrschule?
Braucht man Mut um mitzumachen?
Abarth School of Racing: „Thomas Reiter, ein deutscher Astronaut, hatte auf diese Frage einmal eine sehr gute Antwort. Er meinte: man sollte Respekt vor allen Dingen im Leben haben, Angst aber keine. Er würde sich nie zu einer Person ins Auto setzen, die Angst hat – zu einer mit Respekt aber sehr gerne. Leichtsinn entwickelt nur jemand, der den Respekt vor seinem „Tun“ verloren hat. Das ist gefährlich! Mut dagegen ist nötig, um neue Wege zu gehen und weiterzukommen.
Wir gehen in unseren Trainings auf jeden einzelnen Teilnehmer individuell ein, darum sind die Gruppen klein, und es gibt immer zwei Trainer. Wir richten unser Training danach, was der jeweilige Fahrer an Können mitbringt. Denn erst dann ergibt sich der optimale Spaßfaktor. Für uns alle.“